Diabetes Mellitus
Zuckerkrankheit
Wenn der Inselapparat der Pankreas erkrankt ist, kann es zum Diabetes kommen.
Es gibt zwei Typen von Diabetes:
- Jugenddiabetes (meist zwischen dem 15 – 20 Lebensjahr; Patienten meist schlank, Insulin im Blut kaum oder gar nicht vorhanden)
- Altersdiabetes (meist zwischen dem 50 – 65 Lebensjahr, Patienten meist übergewichtig, Insulin im Blut vorhanden; es kommt zur Fehlverwertung)
z. B. durch Pankreasinsuffizienz, Schilddrüsenüberfunktion, etc.
Es kann eine erbliche Vorbelastung festgestellt werden, wenn beide oder ein Elternteil an Diabetes erkrankt waren. Die Symptome:
Wenn zuviel Zucker im Blut ist, versucht der Körper diesen über den Harn auszuscheiden > Zucker im Harn, es kommt zu vermehrter Harnmenge > Poliurie, dann zu vermehrten Durst> Austrocknung
Also ist in erster Linie eine große Harnmenge und vermehrter Durst verdächtig.
Darüber hinaus kommt es zu Müdigkeit, Leistungsminderung, und Gewichtsabnahme, da langfristig dem Körper der Zucker fehlt. Wird der Diabetes nicht entdeckt und behandelt, können schwerwiegende Spätfolgen auftreten, die vor allem mit Durchblutungsstörungen zu tun haben, welche aufgrund von Arteriosklerose entstehen: Hier wären in erster Linie die Schädigungen der Herzkranz -, Nieren – und Gehirngefäße zu nennen. Es ist so, das 80% ! der Diabetiker an Komplikationen des Gefäßsystems sterben (Herzinfarkt/ Apoplex).
Zwei weitere wichtige Komplikationen sind die Gangränbildung (Diabetiker müssen immer gut auf ihre Fußpflege achten; durch die verminderte Durchblutung ist oft die Empfindung in den Füßen gestört, so dass sich kleinere Verletzungen stark verschlimmern können. Eine weitere große Gefahr besteht in der Netzhautschädigung, da auch hier eine verminderte Durchblutung zum grauen Star führen kann)
Bei schlechter Einstellung des Diabetes können Gefäßschädigungen schon nach 5 – 10 Jahren auftreten, bei einer guten Einstellung des Zuckerwertes im Blut sind oft nach 20 Jahren noch keinerlei Auswirkungen zu bemerken. Ganz wichtig ist hier die Mitarbeit des Patienten, gerade bei Altersdiabetes muss ganz genau auf die Ernährung geachtet werden, d.h. die berühmten Broteinheiten eingehalten werden.
Therapie:
Bei leichteren Störungen ist eine Regelung der Lebensweise und eine Diät, die auf den Erkrankten abgestimmt ist, durchaus ausreichend.
Bei mittelschweren Störungen kann ein Medikament verabreicht werden, was den Inselapparat zu vermehrter Insulinsproduktion anregt
Bei schweren Fällen wird Insulin gespritzt. Beim jugendlichen Typ muss von Anfang an Insulin substituiert werden.
Notfälle:
Hypoglykämischer Schock: Schweißig, rasender Puls, fängt schnell an (nach Einstichstelle suchen), Zittern >Zuckergabe Cola oder Fanta zu trinken geben, Diabetiker haben meist ein Zuckerstück in der Tasche
Hyperglykämischer Schock: fängt langsam an, trockene Haut, zu niedriger Blutdruck, langsamer Puls, Aceton-Atem (Obstgeruch), wirkt ausgetrocknet.
Im Zweifel immer Zucker geben, wenn zu viel da ist, macht es keinen Unterschied, bei zu wenig kann es das Leben retten. Niemals Insulin spritzen, auch wenn die Spritze dabei ist, weil der Patient vom Über- in den Unterzucker kommen kann: Schock
Phytotherapie:
Bohnenschalen von grünen Bohnen (gedörrt)
Heidelbeerblätter (vor der Reife der Früchte gepflückt) Wirkstoff Myrtillin
Homöopathisch: Auf den Patienten abgestimmt
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