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Darm

Der Darm ist aufgeteilt in:
- Dünndarm
- Dickdarm
- Enddarm
Der Dickdarm umrahmt den Dünndarm.

Nach Rüdiger Dahlke repräsentiert:
Der Dickdarm: Unbewußtes/ Geiz
Der Dünndarm: Verarbeitung, Analyse

Loise Hay sagt dazu:
Der Darm repräsentiert die Fähigkeit, uns von etwa zu trennen, uns von dem zu befreien, was wir nicht mehr benötigen. Der Körper benötigt eine Ausgeglichenheit von Einnahme, Assimilation und Abgabe. Nur unsere Ängste blockieren den Prozess, sich von Vergangenem zu befreien. Auch wenn Menschen mit Verstopfung nicht wirklich geizig sind, glauben sie doch meist nicht, jemals von etwas genug zu haben. Sie halten an früheren Beziehungen fest, Sie haben Angst, alte Kleidung, die jahrelang ungenützt im Schrank rum liegt, wegzugeben, weil man sie ja noch mal irgendwann brauchen könnte. Sie bleiben in einer bedrückenden Arbeitsstelle, gönnen sich kein Vergnügen, weil sie meinen, für Notzeiten sparen zu müssen. Es muss gelernt werden, wieder dem Lebensstrom zu vertrauen, er bringt uns immer das, was benötigt wird.
Volksmündlich sagt man in der Organsprache oft:
Mir dreht sich der Magen um, mir liegt etwas schwer im Magen, ich kann etwas nicht verdauen, ich kann etwas nicht schlucken, das schlägt mir auf den Magen;

Erkrankungen des Dünndarms:

Malabsorbtion: Im Dünndarm findet der größte Teil der Absorption der Nährstoffe der aufgenommenen Nahrungsmittel statt. Kommt es hier zur Erkrankung, ist die Folge eine verminderte Aufnahme der Nährstoffe. Besteht sie über längere Zeit, kann es zu Mangelernährung führen.
Mögliche Ursachen:

  1. angeborene Störung
  2. Darminfektionen (Viren Pilze Bakterien, Parasiten)
  3. Schädigung der Dünndarmschleimhaut (Morbus Crohn, Sprue, Narben, Fisteln, Divertikel, Tumore
  4. Verkürzung des Dünndarms (durch OP)
  5. Störung der Blutversorgung des Darmes (bei Gefäßverschluss)
  6. Mangel an Verdauungssäften (Pankreatitis, fehlen von Gallensaft)

Morbis Crohn: sulzig verdickte entzündete Darmabschnitte, meist beim Ende des Dünndarms, Komplikationen Behinderung der Darmpassage, Fisteln und Stenosierung.
Ursache unbekannt, evtl. Autoimmun:

Symptome Akut oder Chronisch: akut mit Koliken, chronisch Druckgefühl und Schmerzen, manchmal auch bis Koliken. Behandlung muss durch Arzt erfolgen HP begleitend mit Bewegungstherapie, Massagen, Packungen (Fango/Moor/ Heublumen)
Aloe D3-D6 Arsenicum Album D4-D12 oder Bryonia D4-D6

Glutenunverträglichkeit (Zöleakie, Sprue)

Symptome: starke Durchfälle

Therapie: Meidung von glutenhaltigen Mitteln (Getreide und Mehlprodukte). Erlaubt sind Mais-Produkte, oder glutenfreie Produkte aus dem Reformhaus.

Divertikel:

Ausstülpungen der Darmwand

Tumore: im Dünndarm eher selten, im Dickdarm öfter anzutreffen.

Dickdarmerkrankungen:

Durchfall:
 Kann durch Infektionen mit Bakterien, Pilzen und Viren hervorgerufen werden, außerdem beim Reizkolon, Colitis Ulcerosa, M. Crohn, Divertikulitis. Vergiftungen durch Nahrungsmittel und andere oral aufgenommene Toxine, Medikamente (Abführmittel!), Digitalis, Antibiotika, Parasiten (Bandwürmer, Magenwürmer), Schilddrüsenüberfunktion, Stress (vor Prüfungen z.B.)

Verstopfung:
Kann durch verzögerten Transport des Speisebreis (typisch bei mangelnder Bewegung, wenigen Ballastoffen in der Nahrung), oder durch gestörte Defäkation entstehen. Hier sind vor allem psychische Ursachen zu nennen, aber es sollte auch an Angst vor Schmerzen bei Hämorriden gedacht werden, oder wenn die Verstopfung schon lange besteht.

Blutiger Stuhl :
      Vorsicht: immer abklären lassen:
Rot meist aus unteren Darmabschnitten ab unterer Dünndarm, schwarz meist von oben (Mundrachenraum, Magen Zwölffingerdarm) . Kann Krebs sein, oder Geschwüre, offene entzündete Divertikel, Hämorrhoiden. Schwarz wird das Blut durch die Salzsäure im Magen und Verdauungssäfte im Zwölffingerdarm. Johanniskraut macht aber z.B. auch schwarzen Stuhl, also bei Einnahme nicht wundern.

Reizkolon:

Meist psychosomatisch. Änderung der Lebensbedingungen, Ursache erforschen.

Colitis Ulcerosa:
Chronisch wiederkehrende Entzündung des Dickdarm, bei der es zu geschwürigen Dickdarmschädigung kommt. Die Ursache ist noch ungeklärt, man vermutet Autoimmungeschehen zusammen mit psychischen Faktoren. Zeigt sich oft durch schleimige Durchfälle.
Therapie muss auf den Schweregrad der Erkrankung abgestimmt werden, bei leichten Erkrankungen reicht eine Diätumstellung auf ballaststoffarme Kost und psychische Betreuung. In schweren Fällen ist eine Einweisung ins Krankenhaus oft nicht mehr vermeidbar.

Divertikel: Sackförmige Ausstülpungen der Darmwand bei Bindegewebeschwäche, diese können sich entzünden (Divertikulitis)

Tumore: es gibt gut- und bösartige Tumore des Darmes, ab dem 50. Lebensjahr steigt das Darmkrebsrisiko im Enddarm, deshalb regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen!
Blut im Stuhl muss immer ! abgeklärt werden

Durchfall:
Tee: Sekretionshemend: Odermenning (Agrimonia), Arandano (Heidelbeere), Marrubio (Weißer Andorn) Roble (Eichenrinde) Nahrungskarenz, langsamer Wiederaufbau der Nahrung

Verstopfung:
Cascara Sacrada (Faulbaumrinde), Diente de Leon (Löwenzahn), Sen (indischer Senna), ballaststoffreiche Ernährung, viel Bewegung. Salze: Bittersalz, Glaubersalz, Badersalz. Einläufe

Magentee:

Tausendgüldenkraut, Artischockenblätter
oder:
Teufelskralle, Ingwer, Angelikawurzel, Pfefferminz (angenehm Scharf)

Gastritis:

Wermut + Tausendgüldenkraut

Chronische Gastritis:
a)Fenchel, Pfefferminzblätter, Melisse, Kalmuswurzelstock
b) Fenchelfrüchte, Pfefferminz, Kamillenblüten, Kalmuswurzelstock.

Appetitlosigkeit: Tausendgüldenkraut, Schafgarbe, Pfefferminz

Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür:
 Es werden unterschiedliche Drogen eingesetzt:

  1. Schleimdrogen: es legt sich ein schützender Schleimfilm über die angegriffene Schleimhaut (Leinsamen z.B.)
  2. Entzündungshemmende Mittel: Kamille, Süßholzwurzel
  3. Antipeptisch: Dämmen die Ausschüttung von Pepsinen: Kamille

Therapie mit Phytotherapeutika meist nur adjuvant, da mit H2 Blockern, Antiazida, und  Eradikation von Heliopacter Pylori sichere Therapieerfolge erzielt werden, und so das Risiko von Ulcus-Komplikationen erniedrigt wird. Bei oberflächlichen Geschwüren und Ausschluss einer Heliopacter – Infektion ist sie jedoch u.U vertretbar.

Folgendes Therapieschema hat sich in der Praxis bewährt: 2 Tage Kamillenrollkur, 2 Tage Leinsamenschleimverabreichung und zwei Tage Einnahme eines Süßholzmono- oder Kombinationspräparates.

oder Zusammen:
Kamillenrollkur mit Leinsamenschleim:

5 Esslöffel Kamillenblüten mit 1 L heißen Wasser übergießen, zugedeckt ziehen lassen und nach 5-10 Minuten abseien, den Teeaufguss mit 15 ml Kamilletinktur verstärken und in Thermoskanne abfüllen. Wässriger Leinsamenschleim (3 Esslöffel geschroteter Leinsamen mit 1 L. Wasser 15 Minuten lang kochen, und durch Sieb oder Mull abseien, dann zum Kamillentee hinzuschütten. Rollkur: von diesem Tee morgens nüchtern zwei Tassen trinken, anschließend jeweils 10 Minuten auf dem Rücken liegen, auf die rechte Seite rollen 10 Minuten liegen, auf die linke Seite rollen, 10 Minuten liegen, auf den Bauch rollen, 10 Minuten liegen. Danach ½ Stunde nachruhen mit warmen Leibwickel. 8-10 Tage hintereinander behebt auch hartnäckige Beschwerden. 

Wurmerkrankungen:

Erkennt man oft selber, weil man die sich bewegenen Glieder des Wurmes im eigenen Stuhl/ oder dem Stuhl des Kindes findet. Ohne jetzt auf die einzelnen Wurmarten einzugehen, helfen  hier Kürbiskerne, die den Kopf des Wurmes lähmen, so das er sich nicht mehr an der Darmwand festhalten kann. Zwei Stunden danach muß Rizinusöl eingenommen werden, damit der Wurm ausgeschieden wird. Wurmfarn ist ein weiteres höher wirksames Mittel, da es jedoch giftig ist (und den Wurm so tötet), muss das Mittel über die Apotheke bezogen werden, wo das Personal einem die genaue Dosierung mitteilt. Bei Kindern sind Kürbiskerne sicher besser geeignet. Wenn jemand unter Gewichtsabnahme leidet bei normalen Appetit, wenn Kinder  Augenränder haben, und sonst abnehmen, obwohl ansonsten gesund, dann sollte man auch mal an einen Bandwurm denken.
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